Umzugsofferten – Umzugsfirmen
Wer frühzeitig organisiert, erspart sich viel Ärger und Stress. Holen Sie frühzeitig Umzugsofferten ein.
Unsere Umzugs-Checkliste hilft Ihnen dabei.
Der Countdown läuft: In drei Wochen findet der Umzug statt, und noch hat man keine geeignete Umzugsfirma gefunden, die Freundin hat erst zehn statt der versprochenen 30 Umzugsschachteln vorbeigebracht – und gepackt ist noch gar nichts. Die Liste der zu erledigenden Dinge wird immer länger. Entnervt weiss man nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Das muss nicht sein: Um den Überblick zu wahren, empfiehlt es sich, eine Umzugs-Checkliste zu führen, in der man eine Aufgabe nach der anderen abhaken kann (siehe oben und unten die Checkliste zum Herunterladen).
Umzugsfirma: Wählen Sie das Umzugsunternehmen frühzeitig und mit Sorgfalt aus. Holen Sie zwei bis drei Umzugsofferten ein. Nicht zwingend ist die billigste die beste: Manche Umzugsfirmen offerieren zu tief und stellen hinterher bei Mehraufwand eine höhere Rechnung. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn eine Umzugsfirma den Stundenaufwand viel tiefer einschätzt als die anderen Umzugsfirmen. Achten Sie zudem auf folgende Punkte:
• Wie viele Zügelleute sind vorgesehen? Faustregel: Bei einer Vierzimmerwohnung rechnet man mit vier Männern.
• Mit wie viel Volumen rechnet die Firma? Faustregel: Bei einer Dreizimmerwohnung rechnet man mit etwa 30 Kubikmetern. Mindestens so viel Ladevolumen sollte auch der Umzugswagen haben, sonst muss er mehrmals fahren, was den Stundenaufwand erhöht.
• Wie plant die Umzugsfirma den Ablauf?
• Ist der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer?
• Sind die Kosten für den Möbellift sowie allfällige Distanzzuschläge angegeben?
Vereinbaren Sie ein Kostendach, sonst rechnet die Umzugsfirma nach dem effektiven Aufwand ab. Das heisst, wenn der Umzug länger dauert, kann die Rechnung viel höher ausfallen als offeriert. Auch die Vereinbarung eines Pauschalpreises ist möglich. Der Vorteil: Die Kosten werden begrenzt. Der Nachteil: Die Pauschalpreise sind in der Regel höher, da sie eine Marge für Unvorhergesehenes enthalten. Zudem sinkt der Preis nicht, wenn der Umzug weniger lange gedauert hat.
Entrümpeln: Vor dem Packen sollten Sie in Wohnung, Estrich und Keller gründlich ausmisten und Altlasten vor dem Umzug entsorgen. Erstellen Sie eine Liste, wo sich Gerümpel angesammelt hat. Fangen Sie mit dem Verräumen der kleinen Dinge an und arbeiten Sie sich dann zu den grossen Brocken vor. Beginnen Sie zum Beispiel mit dem Badezimmerschränkchen, den Schubladen und Werkzeugkästen. Nehmen Sie sich danach die Küchen- und Kleiderschränke vor.
Entscheiden Sie bei jedem Gegenstand, ob Sie ihn wegwerfen, reparieren, wiederverwerten oder behalten wollen. Bei der Entscheidung, was Sie behalten wollen und was nicht, hilft es, wenn Sie einen Plan der neuen Wohnung zeichnen und eintragen, wo die Sachen hin sollen.
Sehen Sie frühzeitig im Entsorgungskalender nach, wann die letzte Altpapier- und Kleidersammlung vor dem Umzug stattfindet, und planen Sie Ihre Entrümpelungsaktion entsprechend.
Defekte Elektrogeräte können Sie dem Fach- oder Detailhandel zurückbringen oder bei den offiziellen Sammelstellen der Stiftung Entsorgung Schweiz (Sens) oder des Schweizerischen Wirtschaftsverbands (Swico) abgeben. Unbrauchbares, das nicht in einen Müllsack passt, gehört in die Sperrgutabfuhr. Im Entsorgungskalender finden Sie dazu weitere Informationen. Auch die Gemeinde gibt Auskunft.
Packen
• Kisten statt Tüten: Organisieren Sie rechtzeitig genügend Kisten. Der Umzug verläuft effizienter, wenn alles sauber in Schachteln verstaut ist. Papiersäcke sind ungeeignet, da man sie nicht stapeln kann, und wenn Sie Einzelteile transportieren müssen, bedeutet das zusätzlichen Weg. Für eine Dreizimmerwohnung braucht man rund 40 Kisten. Am praktischsten sind Schachteln, die man nicht zukleben muss, sondern zusammenstecken kann. Achten Sie darauf, dass die Kartons nicht zu schwer werden – man muss sie tragen können. Für Bücher wählt man daher besser kleinere Kisten.
• Vernünftige Beschriftung: Besorgen Sie sich genügend Etiketten (zwei pro Schachtel für die Seitenwände sowie für Möbel), beschriften Sie sie sorgfältig mit dem genauen Inhalt und geben Sie den Raum an, in dem die Ware deponiert werden soll. In der neuen Wohnung stapelt sich erst einmal eine riesige Menge Kartonschachteln – sind sie vernünftig angeschrieben und sortiert, findet man das Handtuch vor dem ersten Duschen leichter. Die Etiketten gehören logischerweise an die Seitenwände der Schachteln. Zwei Etiketten an je einer Seitenwand haben den Vorteil, dass man wenigstens eine sieht, wenn Sie die Kisten zu Türmen stapeln.
• Zeitaufwand nicht unterschätzen: Organisieren Sie Freunde oder Verwandte, die Ihnen abwechselnd für ein paar Stunden helfen. Meist unterschätzt man den Zeitaufwand fürs Packen massiv. Normalerweise benötigt man einen halben bis ganzen Tag, um den Inhalt eines Zimmers sorgfältig zu verpacken.
• Los gehts: Fangen Sie mit Keller und Estrich an, weil Sie auf die Gegenstände dort in der Regel ein paar Wochen vor dem Umzug verzichten können. Fahren Sie in der Wohnung mit den Büchern, CDs und heiklen Gegenständen wie Vasen und Bildern fort. Auch auf diese sind Sie kurz vor dem Umzug nicht angewiesen.
• Papierkram erledigen: Zahlen Sie alle offenen Rechnungen, bevor Sie das Arbeitszimmer in Angriff nehmen.
• Die Küche am Schluss: Weil Sie bis zum Umzug noch Teller, Gläser und Kochtöpfe benötigen, packen Sie den Inhalt der Küche am besten ganz am Schluss ein.
• Vorsicht, Glas! Fürs Verpacken von Geschirr und Gläsern verwenden Sie besser Haushalts- oder Seidenpapier als Zeitungen – sonst müssen Sie am neuen Ort erst einmal spülen. Zeitungen eignen sich dagegen zum Auspolstern. Kennzeichnen Sie Schachteln mit zerbrechlicher Ware extra und besorgen Sie dafür entsprechendes Packmaterial. Verpacken Sie Bilder rechtzeitig und organisieren Sie wenn nötig einen Helfer, der die Lampen vor dem Umzug abmontiert. Am Umzugstag ist man den Zügelleuten nur im Weg.
• Beweglicher Kleiderschrank: Für Kleider lohnt es sich, bei der Zügelfirma spezielle Kartons mit Hängevorrichtungen zu mieten. Die kann man am Umzugstag beladen und die Kleider am neuen Ort direkt wieder in den Schrank hängen.
Ist alles verpackt, können Sie erst einmal tief durchatmen. Am Umzugstag nehmen die Zügelleute Ihnen die meiste Arbeit ab – und für das Auspacken haben Sie dann alle Zeit der Welt.
